Rhum agricole wird Rum genannt, der auf den französischen Antillen hergestellt wird. Er unterscheidet sich vorrangig von normalem Rum durch seine Herstellung aus frischem Zuckerrohrsaft. Diverse weitere Hersteller benutzen ebenso dieses Verfahren, z.B.
Ron Botran oder Ron Zacapa aus Guatemala. Martinique-Rum: „Le Rhum Vieux Agricole“ muss nach dem Décret vom 5. November 1996 mindestens drei Jahre in Eichenfässern gelagert und entspricht dann Appellation d’Origine Contrôlée (AOC). "Rhum Agricole AOC“ muss dagegen nur ein Jahr in Eichenfässern gelagert werden.
Die verschiedenen Destillerien verwenden Fässer unterschiedlicher Provenienz, teilweise neue Fässer, teilweise solche in denen früher Bourbon Whiskey in den USA gereift wurde oder alte Cognacfässer.
Dadurch erhält der Rum aus verschiedenen Destillerien verschiedene Geschmacksnoten. „Rhum Agricole AOC blanc“ muss mindestens drei Monate lagern.
Jamaika-Rum zeichnet sich durch einen sehr kräftigen, würzigen Geschmack aus, der manchmal als scharf empfunden wird. Purer Jamaika-Rum ist wegen dieser Geschmacksintensität fast nicht trinkbar und wird in der Regel mit Wasser (Grog) oder anderem Alkohol gemischt (verschnitten).
Rum-Verschnitt beruht auf der Tradition alter Flensburger Rumhandelshäuser, den aus Dänisch-Westindien importierten Jamaika-Rum mit Monopolalkohol und Wasser auf Trinkstärke zu verschneiden. Der Jamaika-Rum war dazu besonders wegen seines intensiven Geschmacks geeignet. Flensburg gehörte lange Zeit zu Dänemark.
Der auch in Deutschland relativ populäre Rum Havana Club aus Kuba bekommt sein typisches Aroma durch die Tatsache, dass er in Holzfässern reift, die vorher im Jack-Daniel's-Reifungsprozess Verwendung fanden.
Als „Tschechischer Rum“ wurde früher ein aus Zuckerrüben gewonnener Brand bezeichnet. Nach dem EU-Beitritt Tschechiens heißt dieses Getränk nunmehr Tuzemak anstatt Rum.
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