In Anlehnung an die National Institutes of Health können die komplementärmedizinischen Verfahren in 4 Gruppen eingeteilt werden, die sich teilweise überlappen.
Traditionelle Verfahren, die sich auf ein eigenes System von Theorien und Praktiken berufen. Dazu gehören in der „Traditionellen Europäischen Medizin“ zum Beispiel die Homöopathie und Naturheilverfahren. Zu den Verfahren aus außereuropäischen Kulturkreisen gehören dazu zum Beispiel die Traditionelle Chinesische Medizin (Akupunktur), die Tibetische Medizin und Ayurveda.
Verfahren, welche die Einheit von Körper und Geist postulieren und die Wechselwirkungen zwischen Körper und Geist nutzen wollen. Dazu gehören Methoden wie Yoga, Tai-Chi, Meditation, Entspannungstechniken und Körpertherapien wie Feldenkrais oder Alexandertechnik. Einige dieser Verfahren gelten im Rahmen der Psychotherapie als Methoden der evidenzbasierten Medizin.
Verfahren, die Naturprodukte wie Kräuter, Nahrungsmittel und Vitamine benutzen oder Diäten empfehlen, deren Wirksamkeit wissenschaftlich nicht erwiesen sind.
Manuelle Verfahren, wie Osteopathie, Chirotherapie, Massage.
Im weitesten Sinn gehören auch Verfahren, die mit „Energiefeldern“ arbeiten, zu den alternativ- und komplementärmedizinischen Methoden. Dazu zählen einerseits Methoden wie Reiki und Therapeutic Touch und andererseits Methoden, die elektromagnetische Felder auf eine unkonventionelle wissenschaftlich nicht belegte Weise zur Heilung nutzen. |